veranstaltungen
Am 17.01.2003 fand die Veranstaltung mit Teilnehmen des OrgNetz statt. In lockerer Atmosphäre wurden Perspektiven für das Netzwerk für Organisationsentwicklung erarbeitet. Ziel war es ausserdem, die Methode des Open Space praktisch kennenzulernen. Frau Mettler-von Meibom kombinierte in ihrer Veranstaltung verschiedene Methoden und Techniken aus dem Bereich der Arbeit mit (Groß-)gruppen. In einer Aufwärmphase wurden die 18 TeilnehmerInnen auf die spätere Zusammenarbeit vorbereitet und in das Thema eingestimmt. Nach der Arbeit in Kleingruppen wurden bei einem ge meinsammen Abendessen die einzelnen Gruppenergebnisse ausgetauscht, bevor es dann zur eigendlichen Abschlußrunde kam. Ergebnisse des Open Space
Fazit Die Veranstaltung wurde von allen TeilnehmerInnen als sehr erfolgreich und positiv gewertet. Besonderen Dank gilt Frau Mettler-von Meibom die durch ihre kompetnte, kreative und professionelle Moderation, wesentlich zum Erfolg der Veranstaltung beigetragen hat.
Der prominente Autor und Managementtrainer Reinhard K. Sprenger stellte am vergangenen Donnerstag (05.12.02) sein neustes Werk „Vertrauen führt – Worauf es im Unternehmen wirklich ankommt“ vor. Veranstaltet wurde die Diskussion vom "OrgNetz", dem Kompetenz-Netzwerk des Labors für Organisationsentwicklung der Universität Essen, das von dem Organisationspsychologen Prof. Dr. Wolfgang Stark geleitet wird. Nach „Mythos Motivation“ und „Der Aufstand des Individuums“ wendet sich Sprenger jetzt dem Thema Vertrauen zu. Siebzig Zuhörer, darunter Studenten und Absolventen der Universität Essen, Vertreter aus Wirtschaft, Wissenschaft, Polizeibehörde und Non-Profit-Organisationen hatten Gelegenheit auf Schloss Schellenberg, Sitz des Polizeifortbildungsinstitutes „Carl Severin“, sich über diese im Rahmen von Führung, Management sowie Organisations- und Personalentwicklung wichtige Thematik zu informieren und zu diskutieren. In der betrieblichen Realität werden, so Sprenger, die meisten Menschen zur Zusammenarbeit genötigt – und dies auf der Basis von Misstrauen. Dagegen ist Vertrauen die wichtigste Grundlage menschlicher Zusammenarbeit und wird für moderne Unternehmen zum entscheidenden Wettbewerbsvorteil. Dies ist so, postuliert Sprenger, weil Vertrauen flexible Organisationen, Reorganisation sowie Kreativität und Innovation überhaupt erst ermöglicht und fördert. Vertrauen bindet die Mitarbeiter, erhöht die Motivation, fördert den Wissenstransfer, macht die Unternehmen schnell, und spart zudem Kosten. "In der künftigen Wirtschaftswelt geht es um Geschwindigkeit. Die kann nur eine Firma erreichen, die ihren Leuten vertraut." Den Führungskräften im Unternehmen kommt dabei eine besondere Rolle zu. Die Begriffe Vertrauen und Führung sind für Sprenger gleich bedeutend. Eine Führungskraft, die Ihr Vertrauen bei den Mitarbeitern verspielt hat, verliert auch ihre Existenzberechtigung. Fehlendes Vertrauen in die Chefs führt zu "innerer Emigration" - und das ist teuer und unproduktiv. Produktive Bindungen und Engagement der Mitarbeiter dagegen kommen durch Wertschätzung und vor allem durch Respekt zustande. Die Aufgabe kompetenter Führung ist es also, Vertrauen zu schaffen und zu leben. Vertrauen wird durch aktive Unterstützung der Mitarbeiter erreicht, und nicht dadurch, dass Führungskräfte bei Fehlern immer nur Schuldige und Defizite suchen, so Sprenger. Dennoch schließen Vertrauen und Kontrolle einander nicht aus: Vertrauen ist gut – aber kontrolliere auch! In der Realität herrscht jedoch oft Misstrauen vor Vertrauen. Macht, Konkurrenz und negative Erfahrungen sind die Hauptursachen für schwindendes Vertrauen und fehlende Erfolge. Dennoch müssen die Menschen heute durch den schnellen Wandel oft blind ins Vertrauen springen. Vertrauen aus Vertrautheit – das war einmal. Vertrauen heißt heute auch bereit sein Risiken einzugehen. Zuerst kommt das Risiko, dann das Vertrauen, sagt Sprenger. Wer Vertrauen will, muss bereit sein, auch Enttäuschungen hinzunehmen. Wie aber entsteht Vertrauen? Gegenseitiges Vertrauen wird im Kleinen entschieden, denn für Sprenger leben Menschen nicht in großen Organisationen, sondern letztlich in „Nachbarschaften“ - auch im Betrieb. Grundlage jedes Vertrauens ist zunächst einmal das Selbstvertrauen - und die Quelle dafür ist die Fähigkeit, Probleme eigenständig zu meistern, aber auch verwundbar zu sein. Das ist nicht einfach - besonders für Führungskräfte, die sich damit von der Zustimmung und der Leistung der Mitarbeiter abhängig machen. Aber Vertrauen verpflichtet - und zu gegenseitigem Vertrauen gibt es keine Alternative. "Nur wer sich auf das Abenteuer Vertrauen einlässt, erreicht die entscheidenden Wettbewerbsvorteile für zukünftige Erfolge: Kostenminimierung, Schnelligkeit, Innovation.“ Nach dem Vortrag von Herrn Dr. Sprenger hatten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer noch ausreichend Gelegenheit die Thematik mit dem Buchautor weiter zu diskutieren.
Corporate Citizenship und soziale Verantwortung von Unternehmen sind heute nicht nur gesellschaftspolitisch aktuell, sondern verändern auch Konzepte und Strategien in der Personal und Organsiationsentwicklung. Diese Themenstellung wurde in dem Workshop, welcher im Rahmen des Netzwerkes für Organisationsentwicklung “Org.Netz” (ein Netzwerk für Absolventen und Berufspraktiker, welches vom Org.Lab in Zusammenarbeit mit dem Haus der Technik e.V., Essen ins Leben gerufen wurde) aufgegriffen. Die über 20 Teilnehmerinnen und Teilnhmer aus Universität und Wirtschaft konnten sich darüber ein Bild machen, welche vielfältigen Formen Corporate Citizenship annehmen kann und was die Konsequenzen für Unternehmen und Mitarbeiter sind. Herr Prof. Dr. Wolfgang Stark, Leiter des Org.Lab gab zunächst eine umfassende Einführung in die Thematik und stellte verschiedene Modelle der “Corporate Social Responsibility - CSR” vor. The Body Shop, eines der Unternehmen das den Geist von Corporate Citizenship und sozialer Verantwortung bereits erfolgreich in der eigenen Unternehmenskultur integriert hat, wurde von Frau Elisabeth Weyermann, Leiterin Corporate Communications bei The Body Shop, im Anschluß anschaulich präsentiert. Der über die Vorträge gegebene Input, wurde genutzt, um gemeinsam mit den TeilnehmerInnen konkrete Fragestellungen aus der Praxis aufzugreifen und zu erörtern. |
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